Weblog von juwi

Aller Anfang ist schwer

Die ersten Etappen liegen hinter mir und ich genieße gerade einen Kaffee neben dem Tippen. Schon fast vergessen ist der Ärger, den ich mit der Fluggesellschaft hatte.

Nachdem ich mein Fahrrad gleich bei der Buchung angemeldet habe, meldete ich mich immer wieder um nachzuhaken, ob die Bestätigung seitens der Fluggesellschaft eingegangen ist. Dank der in Europa allgegenwärtigen Aschewolke war aber alles etwas chaotisch und die Fluggesellschaften hatten viel zu tun. Die Details erspar ich euch. Zwei Tage vor dem Abflug bekam ich die Bestätigung - allerdings bloß bis Singapur, ab da fliegt Qantas und Sportgepäck wird als normales Fluggepäck mit gewogen, also 800 Euro für mich!!

Bald wird geschwitzt!

Es ist soweit, das Visa ist da, der Flug ist gebucht, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Australien und Neuseeland will ich etwa ein Jahr mit dem Fahrrad ab mitte Mai erkunden. Grob steht auch die Reiseroute, aber im Vergleich zu den letzten Touren will ich diesmal auf eine genau Planung verzichten um mir mehr Spontanität und somit mehr Freiheit zu genehmigen. Wer doch genaueres wissen will, dem sei erstmal gesagt das die Reise in Australien startet, in Perth, und die erste Etappe Darwin sein wird!! Wie ich dann in den Südosten der Insel komme bleibt vorerst noch offen, bevor ich nach Neuseeland übersetzte und die Inseln dort auch unter meine Reifen nehme!

Überraschung gelungen !!!

Am 11.09. geht der Flieger frühmorgens von Seattle nach Philadelphia. Dort ist Alarmstufe "Orange" ausgerufen. Sieben Jahre nach den verheerenden Terror-Anschlägen ist dieses Datum für die Sicherheitskräften weiterhin ein Anlass für erhöhte Wachsamkeit. Auf Rolf, der nicht sonderlich gerne fliegt, wirkt das nicht gerade beruhigend. Als der Pilot für den kompletten Transatlantikflug auch noch starke Turbulenzen ankündigt, geht bei ihm die Stimmung ganz in den Keller. Vor Frankfurt meldet sich der Pilot ungewöhnlicherweise zweimal noch mit dem Hinweis, daß eine sehr unruhige Landung zu erwarten wäre. Auch die Chefstewardess warnt eindringlichst davor die Sitze zu verlassen. Letztendlich landen wir zwar etwas ruppig, aber ohne Probleme in der Heimat.

West Coast Trail

„Es ist eine der bekanntesten und härtesten Wander-Routen Kanadas. Er ist insgesamt 75 km .........geübte Wanderer können den Pfad in ca. einer Woche bewältigen.......“ So steht es in Wikipedia!!!
Auf dem „Galloping Goose“ Radweg – einer umfunktionierten Eisenbahntrasse - ging es Richtung West Coast Trail . Schon da kreuzte ein Bär meinen Weg , es sollten noch mehrere werden!

Das Wetter auf Vancouver Island war genau so unfreundlich wie der Mann, bei dem man sein Fahrzeug/Fahrrad abstellen konnte. So blieb mein Rad in einem Unterstand mit all meinen Wertsachen, von allen Seiten zugänglich, bis zu meiner Rückkehr. Vorneweg: habe alles wieder unangetastet aufgefunden!

es wird nicht einfacher…

So angekommen dachte ich nachdem mir der Regen schon wieder den ganzen Tag zugesetzt hatte!! Das Hostel in Port Angeles ist günstig und sagen wir mal … „einfach“!! Jetzt heißt es auf kleinem Platz alles trocken zu bekommen, aber auch das klappt – schließlich muß ich nur mit einer Person das Sechsbettzimmer teilen – und mit meinem Fahrrad das direkt an meinem Bett lehnt! In Nordkalifornien hatte ich das letzte mal gutes Wetter, da machte es noch Spass trotz aufkommendem Gegenwind durch die Redwoods zu fahren und hier und da eine paar Elk (Wapitihirsche) zu sehen ( nicht zu verwechseln mit den Europäischen Elchen !!!) die direkt und unerschrocken am Straßenrand grasten.

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