Weblog von juwi

Ouito - Cartagena

In sieben Wochen, so viel steht mal fest! Dazwischen werde ich viel Zeit auf dem Fahrrad verbringen.Vor 10 Jahren hatte ich schon den größten teil meiner Lateinamerika Radreise hinter mir, die leider etwas tragisch endete, zu ende dieser Radtour in Cartagena werde ich die Stadt erreichen wo ich per Segelboot nach Panama übersetzte , bin schon gespannt was sich in dieser Zeit alles getan hat. Ankommen tue ich in der höchsten Hauptstadt der Welt auf 2850 M da wird mir nicht nur wegen der Altstadt, die UNESCO Weltkulturerbe ist, die Luft wegbleiben. Nach etwas Akklimatisierung habe ich ein paar hohe Berge im Fokus, aber Besteigen werde ich sie sicher nicht- da fehlt mir einfach die Zeit.

Plötzlich alleine

Da stehen sie und winken, schön war es wenn auch nur kurz. Jetzt bin ich alleine und ich hab ein Ziel, die Slowakei. Nur liegen da noch Rumänien und Ungarn dazwischen. Ganze zwei Tage brauche ich für die doch kurze strecke, gut ich habe es nicht so eilig aber der starke Schwerlastverkehr und unzählige Baustellen in Rumänien fordern ihre zeit. Das sind auch die ersten Sachen die mir auffallen in Rumänien, die Lkws, während man auf dem Balkan schon fast auf den Autobahnen die Lkws suchen muß ist hier in Rumänien, wo ich auf keinen Autobahnen fahre, alles voll von den Gütertransporter.

Australien Rückblick

Es ist dunkel und es regnet – ein langer Arbeitstag ist zu ende. Plötzlich sieht alles anders aus, wenn ich zurückdenke an meine 5-monatige Australienreise. Jetzt würde ich ein paar Dinge anders machen. Mit dem Rad? Vielleicht, aber sicher würde ich die Reiseroute anders legen, nämlich gegen den Uhrzeigersinn – wegen der Winde. Aber dies ändert sich ja auch mit den Jahreszeiten. Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären. Auch wenn es nicht ganz so trocken war und ich doch einige Male eine Eisschicht am Zelt hatte, muss ich sagen, dass die Jahreszeit richtig gewählt war.

Plötzlich Herbst

Der Schweiß rinnt mir die Stirn hinunter, es ist neblig und kalt wie noch vor ein paar Tagen in Tasmanien – das ist jetzt schon wieder so weit weg. Mein Zelt ist innen mit Eis bedeckt. Ich beeile mich mit Anziehen und verschwinde gleich in die Zeltplatz-Küche, die mir etwas Schutz bietet. Es ist nicht mehr weit nach Devenport, dem Fährhafen Tasmaniens, nur noch 80 km, aber die Temperaturen um den Gefrierpunkt machen es nicht gerade zu einem Spaß, durch den Nebel zu fahren. Die Fahrt führt aus den Bergen hinab vorbei an kleinen Bauernhöfen und Flüssen.

Der Regen, der den Nebel ersetzt, beflügelt mein Tempo und ich kann mich bald bei einem Kaffee in Devonport meinen angestauten Mails widmen, während ich auf die Fähre warte.

Schnee

Hobart, die zweitälteste Stadt Australiens, hat Charme mit ihren alten Sandsteingebäuden und dem Hafen. Da können mich auch nicht die 6 Grad Höchsttemperatur und die immer wieder durchziehenden Regenwolken abhalten, einen Rundgang zu machen und die Sehenswürdigkeiten wie "Salamanca Place", "Batterie Point" und "Macquarie Warf“ anzuschauen.

Als mich am nächsten Morgen dann auch noch Sonnenschein empfängt kann ich es mir nicht nehmen lassen, den Hausberg „Mt Wellington“ zu beradeln. 22 km windet sich die Straße hinauf auf die 1270 Meter. Bei meiner Abfahrt hat es unten 3 Grad, oben liegt frischer Schnee von den letzten Tagen.

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