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Geschafft!!!!!!!!! (English version, see below)

Matthias zieht es an das Kaspische Meer, für die restlichen Iranfahrer steht die Besteigung des Damavand (höchster Vulkan Asiens mit 5671m NN) auf dem Programmzettel. Mit unserem Bergführer Hossein geht es in das Alborz-Gebirge. Weit kommen wir aber nicht, da wegen einer Baustelle die Pass-Strasse komplett gesperrt ist; also warten bis um 16:30Uhr die Blockade aufgehoben wird. Für Reisende gibt es während des Ramadan kein Fastengebot, so können wir parallel zur Fußballübertragung vom Asien-Cup die nötige Grundlage für die Bergtour anfuttern. Da der iranische Meister Isfahan nach Elfmeterschießen in Japan auch noch gewinnt, treten wir ganz gelöst die Weiterfahrt ins Bergdorf Nandal an. Vorher stellen wir den VW-Bus in Gazaneh an der Ostflanke des Berges ab, hier wollen wir in drei Tagen wieder vorbeikommen.

Ankunft in Teheran (English version, see below)

Am zweiten Tag in Tabriz lassen wie es ruhig angehen, Sightseeing steht auf dem Programm. Wir besuchen den riesigen Bazar und die blaue Moschee, mehr Programm muss heute nicht sein. Wartet doch am naechsten Tag mit dem Erwerb des iranischen Nummernschilds einen Riesenbaustelle. Den Ablauf des Prozedere zu beschreiben würde den Rahmen des Tagebuchs sprengen. Kurz, es war eine wahre Odyssee durch die iranische Bürokratie und wir sind heilfroh, als wir um 12:30Uhr den Weg nach Teheran antreten.

Geplant war eine Abfahrt für 9:00Uhr, das bedeutet wir haben für die 600km bis zur Hauptstadt deutlich weniger Zeit als erhofft. Oli soll um 20:30Uhr am internationalen Flughafen ankommen und erwartet natürlich unsere Anwesenheit. Die Autobahn ist super und die Maut-Kassiers lassen uns mehrfach umsonst passieren, als sie hoeren, dass wir aus Deutschland kommen. Doch was fehlt sind Tankstellen und was noch mehr fehlt sind Tankstellen mit Diesel. Als schliesslich der Tank nur noch ein paar Tropfen aufweist, sinkt bei mir die Stimmung parallel zur Tanknadel. Zum Glück bleibt Matthias ganz cool und wir k?nnen abseits der Autobahn nach laengerer Suche eine Tanke mit Diesel finden (erkennbar an der langen LKW-Schlange). Freundlich und hilfsbereit, wie die Iraner sind, dürfen wir ganz nach vorne fahren.

Wir sind drin!!

Die durchaus sehenswerte Landschaft Zentral- und Ostanatoliens durchfahren wir im Eiltempo. Auf den relativ guten Strassen erreichen wir einen hohen Schnitt, sodass wir früher als erwartet Dogubayazit am Fusse des Ararat erreichen. Der 5137m hohe Gipfel, auf dem Noah bekanntlich mit seiner Arche landete, thront majestaetisch über der Grenzstadt. Diese selbst bietet wenig ausser einer grossen Anzahl Militaer. Vermutlich die nahen Grenzen zum Iran und Armenien, sowie die Kurdenproblematik sind der Grund für diese massive Praesenz. Gibt der Ort nichts her, so ist die Bergwelt beeindruckend und der Ishak-Pasha-Palast liegt wunderschoen über unserem Zeltplatz.

Ab nach Ankara

Nach der aufregenden ersten Nacht in Istanbul machen wir erstmal beschauliches Touri-Programm. Unser Hotel liegt nahe der Sultan Ahmet Moschee (Blaue Moschee) und somit perfekt um von hieraus die Aya Sofia, den Topkapi-Palast, die Zisternen und den nahegelegenen Bazar zu erwandern. Auch den Sprung über das Goldene Horn nach Galatasaray und das Ausgehviertel Beyoglu nehmen wir in Angriff. Zu unserer Freude macht auch das Wetter perfekt mit.

Nach drei Tagen Istanbul stehen dann die Zeichen schon wieder auf Aufbruch. Ankara, die Hauptstadt der Türkei ruft. Schnell ist die Bosporus-Brücke und damit Asien erreicht. Mit ihr lassen wir auch den hektischen Verkehr zurück. Nach Izmit ist dann sowenig Verkehr auf der dreispurigen Autobahn, daß sich sogar die LKW-Fahrer auf dem Mittelstreifen zum Pläuschen treffen. Am Abend haben wir den neu ausgebauten Esenboga-International-Airport in Ankara erreicht. Von hier muß Isabel leider schon wieder abreisen und umgekehrt landet mit Matthias ein weiterer Mitfahrer aus Deutschland.

Auf dem Sprung nach Asien

Die deutschen Autobahnen bieten das gewohnte Bild, Baustellen und jede Menge Verkehr. Es zieht sich etwas bis wir bei Salzburg das Land verlassen. Österreich ist schnell gequert und auch in Slowenien läuft der Transit in großen Teilen heutzutage auf Autobahnen, also zügig. Bei Zagreb haben wir den ersten Nachtplatz. Nebel empfängt uns am Tag danach und die sehr langweilige Strecke von Zagreb in Richtung Osten (für Insider: im nachhinein wird klar, warum die Tonics-Tour nach Ossijek hier so feuchtfröhlich ausgeartet ist).

Die Grenze Kroatien-Serbien stellt kein Problem dar, nur die unverschämt hohe Maut für Transporter und die waghalsigen Manöver der LKW-Fahrer. Kurz hinter dem etwas trostlos aussehenden Belgrad schiebt uns fast ein fetter Truck von der Spur und nahe der bulgarischen Grenze entgeht ein 40-Tonner wie durch Geisterhand bei einem Überholvorgang einem Riesencrash mit zwei weiteren Lastern.

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