Weblog von juwi

Rugby,Kajak und Moskitos

Nach etwas Erholung in der Studentenstadt Palmerston North ging es frisch Gestärkt zurück auf das Rad, auf zum Teil viel befahrenen Straßen Richtung Wellington. Was uns dort erwartete war das verrückteste Wochenende des Jahres für die Stadt- tausende verkleidete Rugbyfans huldigten den besten 7 Rugbynationen. Für uns bedeute es nach langem suchen das kein Hostel Platz hatte für uns und wir auf einem Camping in 12 km Ferne unsere Zelte im Regen aufschlagen mussten. Den Regen über verbrachten wir etwas Zeit vor dem Fernseher und schauten uns so manches Spiel an, wobei es ziemlich zur Sachen ging und zum Schluss Neuseeland mit den "All Blacks" gewann.

Am anderen Ende der Welt

Nach einer 34 Stunden dauernden Reise, mit etlichen Filmen und Flugzeugmahlzeiten, landetet ich etwas müde aber froh in Auckland. Aber nach vergeblichem Warten auf mein Gepäck und etwas Zähen Einreiseformalitäten wusste ich beim Verlassen des Flughafens dass ich Tags drauf wiederkommen durfte - wenn mein Rad samt Ausrüstung auftauchen sollte. Bei einer der Zwischenlandungen, in Abu Dhabi und Sydney, hatte es wohl nicht so ganz geklappt meinen 30 Kilo Karton in den nächsten Bauch eines Flieger zu hieven. Karen holte mich vom Flughafen ab und hatte sogar ein großes Auto sich geliehen, das vorerst erstmal leer zurück in die Stadt fahren durfte.

Noch 5 mal schlafen

dann geht es endlich los - Neuseeland mit dem Fahrrad ! Mit dem packen bin ich in den letzten Zügen allerdings wird es gewohnheitsgemäß zum ende hin knapp da die ein oder andere Kleinigkeit einem noch einfällt und unbedingt erledigt werden muss- wer kennt das nicht! Ganze sechs Wochen hab ich nur zeit um Neuseeland unter die Räder zu nehmen, Gewohnheitsgemäß will ich mir viel Freiraum gönnen und die genaue route erst unterwegs wählen. Nur ein paar Sachen sind sicher - Ankunft in Auckland und Abflug in Christchurch daneben stehen noch besuche an von Freunden die ich auf meiner Radtour 2002/2003

Ein letztes mal hinauf

Nachdem ich das Strandleben ausgekostet hatte und noch die ein oder andere runde „Mensch ärger Dich nicht“ gespielt hatte, wollte ich der Hitze etwas entfliehen und mir den „Geheimtipp“ Minca anschauen. Auf 650 m in den Bergen der Sierra Nevada gelegen mit Blick auf Santa Marta und das Meer, an einem Bach wo die Indianer schon zu Urzeiten rituelle Waschungen abgehalten haben , lockten mich hinauf. Nachdem es die ersten 20 km schön flach war kamen 15 die es in sich hatten. Die Straße nicht immer gut und dafür ordentlich steil kosteten dank der starken Sonne viel Schweiß, binnen Minuten war mein Trikot klatschnass und der Schweiß tropfte überall - von dem Gesicht auf das Fahrrad, von den Armen über die Hände auf die vorderen Packtaschen und auch an den Waden lief es in die Socken - so sieht bergaufradeln in der Karibik aus !

Nach der Arbeit….

…kommt das Vergnügen. Nachdem ich Mompos, das seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe ist, mir angeschaut habe, dachte ich über den Magdalena Fluss mit einem Boot den Sandstraßen zu entfliehen. 2002 hatte ich schon mal mit so einem Boot ein Teilstück auf dem Magdalena Fluss zurücklegen müssen da es keine Straße gab. Aber in meiner gewünschten Richtung war nichts zu machen. Kurzerhand lies ich mich mitnehmen in einem Minibus bis die Straße wieder befahrbar war für mich. Was mich dann aber erwartete machte nicht viel Spaß. Die Straße war kilometerlang einseitig Gesperrt und der ganze Schwerlastverkehr zwängte sich an mir auf einer Spur ohne Seitenstreifen vorbei. Das es dann noch stark regnete machte die Sache nicht unbedingt besser.

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