Weblog von juwi

Schneebedeckte Berge und ein Wiedersehen

Von Twizel aus geht es noch mal an den schönen Seen Pukaki und Tekapo vorbei. Beide schimmern etwas „milchig Gletscherblau“ was von den Schwebstoffen des Zermahlenen Gesteins kommt. Auch verbindet beide eine Kanal, in dem man auch Vorzüglich Lachse fangen kann, aber Hauptsächlich soll das darin befindliche Wasser die vier Kraftwerke an dem 50 km langen Kanal betreiben wo immerhin 848 MW produziert werden. Der Mt Cook mit seinen 3754m erstrahlt leider nur hinter einer dünnen Wolkenschicht die den Wetterumschwung ankündigt.

Dennoch hab ich bis Fairlie bestes Wetter und kann die Aussicht und die Berge noch mal in vollen Zügen genießen.

Regenwald und Wüste

Auf Regen folgt Sonnenschein, so auch hier am Franz Josef Gletscher. Endlich können wir die Wanderschuhe anziehen um den Gletscher uns anzuschauen. Auch wenn es die Südalpen sind ist es doch ein wenig anders - durch dichten Regenwald führt der Weg und alle Steine sind schön Rutschig. Auch kommt mir den ganzen Roberts Point Treck der 5 1/2 Stunden geht niemand entgegen aber das liegt wohl daran das der Weg schon seit längerem Gesperrt ist wegen einem Erdrutsch. Ich kann die Stelle gut umgehen und folge dem Treck dann wieder, genieße die Einsamkeit, was bei den Besucherströmen sonst nicht möglich wäre.

Zur Westküste und dann nach Süden

Bis Motueka genießen wir noch mal die schönen Strände und angenehmen Hügel bevor wir unsere Satteltaschen mit Proviant und so manchen Leckerein befüllen. Nicht ganz so lecker, aber dafür gut zu verstauen, ist das Allgegenwärtige Toastbrot. Um nicht gerade Unsummen für ein ab und an erhältliches gutes Brot auszugeben greifen wir auf die weiche Alternative zurück die man aber bei den meisten Campingplätzen in den Toaster schieben kann. Am Motueka River entlang schlängelt sich die Straße in die Berge hinein und wir bekommen noch mal viele Apfel und auch Kiwiplantagen zu sehen. Aber auch auf der Straße ist was los - wie in ganz Neuseeland fahren auch hier unzählige

Rugby,Kajak und Moskitos

Nach etwas Erholung in der Studentenstadt Palmerston North ging es frisch Gestärkt zurück auf das Rad, auf zum Teil viel befahrenen Straßen Richtung Wellington. Was uns dort erwartete war das verrückteste Wochenende des Jahres für die Stadt- tausende verkleidete Rugbyfans huldigten den besten 7 Rugbynationen. Für uns bedeute es nach langem suchen das kein Hostel Platz hatte für uns und wir auf einem Camping in 12 km Ferne unsere Zelte im Regen aufschlagen mussten. Den Regen über verbrachten wir etwas Zeit vor dem Fernseher und schauten uns so manches Spiel an, wobei es ziemlich zur Sachen ging und zum Schluss Neuseeland mit den "All Blacks" gewann.

Am anderen Ende der Welt

Nach einer 34 Stunden dauernden Reise, mit etlichen Filmen und Flugzeugmahlzeiten, landetet ich etwas müde aber froh in Auckland. Aber nach vergeblichem Warten auf mein Gepäck und etwas Zähen Einreiseformalitäten wusste ich beim Verlassen des Flughafens dass ich Tags drauf wiederkommen durfte - wenn mein Rad samt Ausrüstung auftauchen sollte. Bei einer der Zwischenlandungen, in Abu Dhabi und Sydney, hatte es wohl nicht so ganz geklappt meinen 30 Kilo Karton in den nächsten Bauch eines Flieger zu hieven. Karen holte mich vom Flughafen ab und hatte sogar ein großes Auto sich geliehen, das vorerst erstmal leer zurück in die Stadt fahren durfte.

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