Weblog von rolf

Jürgen mit dem Wunderdraht

Wir düsen via Tazenakht nach Agadir, wo auf Isabel leider bereits der Flieger Richtung Deutschland wartet. Der traurige Rest des Teams tankt am Atlantikstrand Energie und schmiedet neue Pläne. Vor dem Besuch des Antiatlas wollen wir noch im Nationalpark Oued Massa vorbeischauen. Dort warten Schildkröten, Reiher und Flamingos und vor allem meterhohe Wellen, denen Oli und Sven mit Nerven wie Stahlseilen trotzen.

Auf dem Weg in den Antiatlas holt uns zum ersten mal das schlechte Wetter ein. Wir verbringen eine nasskalte Nacht bei den "Painted Rocks" nahe Tafraoute. Am nächsten Tag steht

Über Stock und Stein nach Ait Ben Haddou

Wir besichtigen die Kasbah von Telouet. Glanzvoll ist die Geschichte dieses Gebäudes, ihr Besitzer der Glaoui von Telouet war einst einer der mächtigsten Männer Marokkos. Unglaublich ist die Schönheit und der Reichtum mancher Räume, die man so in diesem einsamen Hochgebirgstal nie erwarten würde. Mit der Abwanderung des Glaoui ins Exil nach Frankreich Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde auch die Kasbah dem Verfall Preis gegeben. Sollte es nicht bald an höherer, marokkanischer Stelle ein Einsehen geben, dann ist dieser bedeutende Schatz der Kunst und Geschichte auf immer verloren.

Marrakesch, die Perle des Orients

Von der hoechsten Zeder geht es zu den hoechsten Wasserfaellen Marokkos. In Ouzud faellt das Wasser über mehrere Stufen 110m ins Tal, ein beeindruckendes Schauspiel. So beeindruckend, dass wir uns von einem lokalen Halsabschneider den Weg in die falsche Richtung weisen lassen, uns hoffnugslos verirren und uns von der gleichen Person wieder weiterhelfen lassen müssen. Zu spaet geht uns bei der linken Aktion ein Licht auf. Auch Marokko ist eben nicht frei von Trickbetrügern und Schwindlern.

In Marrakesch sammeln wir Oli ein und geniessen mit ihm das Flair dieser aussergewoehnlichen Stadt. Hier jagt eine Besonderheit die andere. Die abgefahrenste Nummer sind

Die Affen rasen durch den Zedernwald

Die Königstadt Meknes hat uns schon beim Besuch 2001 gut gefallen. Heute wirkt das Treiben beschaulich. Während des Ramadan, der noch bis Ende Oktober andauert, ist das Leben tagsüber sehr eingeschränkt. Viele Läden und Cafes sind geschlossen. Offen haben zum Glück die Freunde von Mercedes, die uns mit einem neuen Thermostaten aushelfen.

Neuer Thermostat, neues Glück. Es geht ab in die Berge des Mittleren Atlas um Azrou und Ifrane, das im Winter ein beliebter Skiort!! ist. Unser Ziel lautet "Cedre Gouraud", wir wollen der grössten Zeder Marokkos einen Besuch abstatten; daß die gute Zeder noch steht mittlerweile aber mausetot ist, hat uns keiner gesagt. Das tut unserer guten Stimmung aber keinen Abbruch, weil die in den nahen Wäldern

Vom Rif-Gebirge an den Rand des Mittleren Atlas

Wir geniessen zwei Tage im beschaulichen Chefchaouen, dann ziehen wir weiter Richtung Süden. Wir lassen die Berge und die zahllosen Haschischhändler hinter uns und erreichen kurz vor der Königsstadt Meknes das Pilgerziel Mulay Idriss und kurz darauf die Ruinen der römischen Stadt Volubilis.

Das heutige Weltkulturerbe bildete einst den entferntesten Aussenposten des römischen Reiches und wurde zu seinen Hochzeiten von 10 000 Menschen bewohnt. Heute zeugen leider nur noch wenige Reste von der einstigen Pracht. Zwischen Volubilis und Meknes beziehen wir Lager für die Nacht.

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