Weblog von rolf

Vom Draa-Tal in die Wüste

Wir verlassen bei M´Hamid die Teerstrasse und sind froh mit dem Draa-Tal auch die vielbefahrene Touristen-Route zu verlassen. Die raffinierten Souvenirhändler schaffen wir uns somit vom Leib. Bei aller Freundlichkeit kann die Geschäftstüchtigkeit doch etwas nerven. Da werden dann schon auch mal Autopannen vorgetäuscht um den helfenden Touristen als "Dankeschön" zum "Tee" ins Teppichgeschäft zu locken. Im Hohen Atlas ist der Aspirin-Trick in Mode, bei dem der naive Tourist mit leidendem Blick nach einer Kopfwehtablette befragt wird. Als Dank folgt die obligatorische Einladung in den Laden für ein kleines Revanche-Geschenk. Das Geschenk gibt es dann, wenn überhaupt, nur im Paket mit weiteren Einkäufen und dem Laden selbst entkommt man nur wieder mit grösster Mühe.

Der durstige Mann von Essaouira (English version, see below)

Die Strandtage in Essaouira gehen zu Ende und die Fahrzeuge sind wüstenfertig. Wir brechen unsere Zelte am Atlantik ab und bewegen uns ein letztes mal Richtung Marrakesch. Nach den letzten feuchten Tagen bestellen die Bauern ihre Felder. Viele pflügen mit Eseln, vereinzelt sieht man aber auch Pflüge, die von Dromedaren gezogen werden.

Nach diesen beschaulichen Bildern folgt dann der grosse Schreck. Am Strassenrand liegt ein scheinbar toter Spaziergänger. Wir hauen sofort die Bremse rein und nähern uns der Person, die mit dem Kopf im Strassengraben und den Beinen halb auf dem Asphalt liegt. Ein weiteres Fahrzeug hält und meint, das sei normal!! Normal??, wir sind etwas beruhigt und tatsächlich atmet der Kumpel noch. Er hat Schaum

Mit Juwi ans Meer nach Essaouira

Nach einer entspannten Nacht in Aremd packen wir unsere sieben Sachen und ziehen weiter nach Marrakesch. Auf dem Weg dorthin erkennen wir, welch Riesenglück wir mit unserem Bergsteig-Wetter hatten. Enorme Wolkenberge bauen sich über dem Hohen Atlas auf. In der Ebene herrschen sandsturmartige Bedingungen und die Folgetage sehen wir immer wieder Verwüstungen, die durch die starken Niederschläge hervorgerufen wurden. Auch bei unserer Wiedersehensfeier mit Juwi können wir wegen dem starken Regen garnicht auf dem Djema-el-Fnaa feiern, sondern wir müssen uns in eine überdachte Lokalität zurückziehen.

Gruss vom Dach Nordafrikas

Noch vor Sonnenaufgang kriechen wir aus den Zelten. Bis zum Fuss des Jbel Toubkal warten noch einige Kilometer auf uns und wir müssen dabei auch die enge und unangenehm zu fahrende Passtrasse über den Tizi n´Test (2092m NN) unter die Räder nehmen. Gegen mittag stehen wir startbereit in Aremd und nehmen die ersten Kilometer bis zur Neltnerhütte in Angriff.

Dicke Wolken hüllen uns auf den letzten Metern ein und die Sicht tendiert gegen null. Dann ist die Hütte und damit unser Nachtlager auf etwa 3200m NN erreicht. Früh am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein starten wir den Gipfelsturm. Keine zwei Stunden später stehen wir auf dem

Badespass in der Wüste

Wir verlassen die Painted Rocks Richtung Süden und bewegen uns auf kleinsten Pisten durch wunderschöne Oasen nach Ait Herbil. Die Route verläuft die meiste Zeit durch ausgetrocknete Bachläufe (Oueds), ausser einigen Nomaden begegnen wir kaum Menschen. In Ait Herbil treffen wir auf die Teerstrasse, die von Bou-Izakarn nach Tata führt. Den Antiatlas im Norden und die Sahara im Süden bewegen wir uns jetzt nach Osten. Unser Ziel ist das Draa-Tal.

Nahe Tissint gönnen wir uns den ultimativen Badespass. Mitten in der Wüste wartet hier ein Bach mit kleinen Kaskaden auf die Wasserfreunde; sogar Fische finden sich in dem leicht salzigen Gewässer. In Foum-Zguid verlassen wir den Asphalt und schlagen uns über einen Rübenacker weiter durch die Wüste. Kleine technische Probleme veranlassen uns die Tour zu den Dünen von M´Hazil abzubrechen und nach Foum-Zguid zurückzukehren. Wir planen um und nehmen Kurs auf den Hohen Atlas; der höchste Gipfel Marokkos (Jbel Toubkal) ist jetzt das neue Ziel.

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