Weblog von rolf

Im Land der glücklichen Menschen

Was den Brasilianern das Pantanal, ist den Argentiniern die Esteros del Ibera, eine wilde Naturlandschaft mit zahlreichen Tieren; laut Wikipedia das zweitgrößte Feuchtgebiet der Erde. Unser Heimathafen Carlos Pellegrini ist ein sehr bescheidenes Kuhnest, das kaum die Möglichkeit bietet Brot zu kaufen, doch es ist der perfekte Startort für Bootstouren in die Laguna Ibera. Fast schon peinlich erscheint mir im Rückblick der stolze Tagebucheintrag an den Wasserfällen des Iguazu einen Kaiman gesehen zu haben. Hier gibt es die Reptilien im Überfluss. Auf der ersten Bootstour gibt es bei den ersten Kaimanen noch ein Ah und Oh, dann stellt man schnell fest, daß hier mehr Kaimane unterwegs sind als Nasenbären an den Wasserfällen. Spannenderweise gibt es die Krokodile auch in allen Größen von MiniMini und kaum 20cm bis ca. 3m Länge. Affen, Wasserschweine und vor allem Vögel begegnen uns ebenfalls im 10er-Pack. Selten war ich bei einer Tour so begeistert, was die angetroffene Tierwelt betrifft. Bei der zweiten Bootstour sehen wir deutlich weniger Tiere, das ist aber dem Umstand geschuldet, dass wir nachts unterwegs sind. Dafür ist die Atmosphäre bei der Fahrt durch die Dunkelheit umso beeindruckender. Bei einem grandiosen Sternenhimmel beobachten wir die Kaimane bei der Jagd und fühlen uns eins mit der Natur.

Der blaue Schlumpf auf Pistenfahrt

<<Hallo Juwi, herzliche Grüße nach Rumänien. Da muß ich doch gleich mal mit einem Bericht aus Südamerika und den wilden Pisten dort kontern :-)) >> Wir nehmen Abschied von Rainero Largojohannes (der gerade von der Polizei Besuch bekommt; hoffentlich kein Ärger?!) und machen uns auf den Weg die Wasserfälle des Iguazu-Flusses von der argentinischen Seite zu bewundern. Am Parkplatz hält neben uns ein Kleinwagen mit brasilianischem Kennzeichen und der Fahrer meint, "ach von Ässlinge seid èr?" Das Pärchen aus Plochingen ist gerade auf Brasilienreise und schaut mit dem Mietwagen schnell auf die argentinische Seite rüber. Neben Plochingern gibt es dann wieder eine Vielzahl von exotischen Tieren zu bewundern. Nasenbären, dieses mal sogar im Dutzender-Pack, Echsen, Affen, Tukane und als besonderes Bonbon sogar

Drei Länder in drei Tagen

Noch einmal genießen wir die herzliche Gastfreundschaft bei Vroni und Gotthold in vollen Zügen, dann nehmen wir auf dieser Reise vermutlich endgültig Abschied von den Beiden und von der Colonia Witmarsum. Unsere Tage in Brasilien sind gezählt, meine Aufenthaltsgenehmigung läuft angsam ab. Mit einer Riesenträne im Knopfloch fahren wir vom Hof, Witmarsum wird uns fehlen. Wie zu Beginn unserer Tage in Brasilien, schauen wir auch am Ende noch einmal in Vila Velha bei den schönen Sandsteinformationen vorbei. Danach heißt es erst einmal Kilometer machen Richtung Foz. Als ich 1991 die Strecke von Curitiba nach Foz do Iguacu zum ersten mal gefahren bin, ging die Strecke noch durch wildes Hinterland und es war sehr empfehlenswert tagsüber zu fahren, da nachts wiederholt Fernbusse angehalten und die Passagiere

Der Weg war umsonst

In Canto Grande genießen wir das angenehme Campingleben und die schönen Stränden (irritierenderweise liegen auch dieses mal wieder relativ viele tote Pinguine am Strand). Carina kommt auf die glorreiche Idee, das Camping mit einer Grillrunde abzurunden, schließlich ist die Infrastruktur dazu ja vorhanden. Logischerweise bleibt das Anfeuern dem einzigen Herrn der Runde vorbehalten. Die brasilianische Holzkohle fordert mir dann auch meine volle Manneskraft ab und will alles nur nicht glühen. Kurz bevor die Stimmung in der Mannschaft kippt bekomme ich dann mithilfe unserer Fußpumpe aber die Kurve und die von

Geburtstagsparty auf brasilianisch

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus und dementsprechend laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ellies 4.Geburtstag steht an und der Ort der Feier ist die Colonia Witmarsum. Am Vorabend des großen Tages werden Gottholds Holzabfälle verheizt und wir machen lecker Stockbrot. Für das Feuerwerk sorgt Gotthold mit seinem knallenden Bambus. Am Geburtstag selbst darf Ellie auf dem Ponyhof einige Runden auf den in allen Größen vorhandenen Ponys drehen. Anschließend trifft sich die Festgemeinde bei Vroni und Gotthold. Bei Kaffee und Kuchen steigt die Stimmung und findet ihren Höhepunkt im Luftballonschwert-Fechtwettbewerb. Schon erstaunlich wie wenig es manchmal braucht um die Leute bei Laune zu halten. Überhaupt ist eine Reise schön, weil man viele Dinge tut, die man daheim nie oder nur selten macht. So werden neben

Seiten