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Auf der Strasse der Hoffnung

Die Strasse der Hoffnung verbindet Mauretaniens einsamen Osten mit der Hauptstadt Nouakchott. Diese Strasse ist die Lebensader in der unwirtlichen, aber sehr attraktiven Landschaft. Für einige jedoch endet die Hoffnung am Strassenrand. Es ist unglaublich, wie viele Autowracks und Tierkadaver den Weg pflastern. Wir umfahren auf dieser Route die problematischen senegalesischen Einreisebestimmungen für alte Fahrzeuge und reisen direkt via Kobenni und Nioro nach Mali ein.

Die letzten Cadeau-Wünsche werden abgewehrt und schon sind wir beim südlichen Nachbarn angelangt, wo wir vom ersten Posten freudig empfangen werden. Der Zoll in Nioro zeigt sich nicht so überschwänglich und wir müssen froh sein, daß der betreffende Chef nicht sein riesiges Waffenarsenal aktiviert; laut Groove hat er die erste Waffe schon durchgeladen.

Warnung vor den bösen Stechkäfern (English version, see below)

In Atar angekommen müssen wir erst einmal die Fahrzeuge wieder in Schuss bringen. Zum Glück hat unser routiniertes Technik-Team die Sache im Griff. Parallel zu uns erreicht auch die Vorhut der Rallye Amsterdam-Dakar den gleichen Zeltplatz. Die Autos der Teilnehmer dürfen nicht teurer als 500.-Euro sein und die Fahrer dürfen nicht mehr als 150,-Euro in die Instandsetzung investieren. Demenstprechend wild und im krassen Gegensatz zur High-Tech-Rallye Paris-Dakar sehen die Mobile samt Piloten aus.

Südlich von Atar liegt die paradiesische Oase Terjit, wo man unter Palmen liegen oder im Bächlein

Mit letzter Kraft nach Atar (English version, see below)

Nach dem angenehmen ersten Fahrtag in der mauretanischen Wüste haben wir uns für den zweiten Tag viel vorgenommen. Wir wollen etwa 230km heruntereissen und am Fuße des weltweit zweitgrößten Monolithen (Ben Amira) übernachten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Weniger die Warnungen vor den Eisensplittern, die der längste und schwerste Zug der Welt von den Schienen schabt und auf die Piste neben den Gleisen wirft sind das große Problem, sondern kilometerlange Weichsandfelder. Schnell müssen wir unseren Plan begraben ohne Luft abzulassen durchzukommen; wir hängen mehrfach fest. Auch die Temperatur des Krötle wandert desöfteren nahe an den roten Bereich heran und wir müssen diverse Zwangspausen einlegen. Wie wenn das nicht schon genug wäre, fodern die unbequem zu fahrenden Dünen auch noch ihren Tribut. Die Aufhängung des Stoßdämpfers hinten links, reisst uns zum zweiten Male nach Burkina Faso im Januar 2006 !! Was nun??

Mit Vollgas in die Radarfalle

Wir wollen zügig die landschaftlich meist wenig attraktive Westsahara durchqueren um das nächste Etappenziel, Mauretanien, zu erreichen. Vor Laayoune beginnen die leidigen Polizeikontrollen. Wir haben eben den ersten Posten und ein unscheinbares Strassenschild passiert, geben wieder Gas, als die Radarfalle zuschnappt. Auf bolzengerader Strecke ohne jegliche Bebauung gilt 40km/h. Laut Aussagen der Gesetzeshüter sind Wir anscheinend schon im Zentrum von Laayoune und an einem Unfallschwerpunkt angekommen. Schwer vorstellbar zwei Kilometer vor den ersten Häusern der Stadt. Doch alles Wehklagen und Verhandeln hilft nicht, wir müssen

Mit Vollgas durch den Antiatlas (English version, see below)

Nach dem Badespaß in Tissint nehmen wir Kurs auf den Antiatlas. Observiert werden wir dabei von unzähhligen Militärs, die die Straße für einen durchreisenden Rallyetross überwachen. Im Antiatlas, der sicherlich zum landschaftlich schönsten gehört, was Marokko zu bieten hat, sind wir wieder alleine. Ueber kleinste Holperpisten fräsen wir uns vorbei an Dromedaren und Nomadenzelten rein in die Berge nach Tafraoute. In der Phantasielandschaft um die Painted Rocks schlagen wir unsere Zelte auf.

Da bekanntlich der Rastende rostet machen auch wir im Antiatlas nicht ewig Station. Das ganze Team ist nach kleinen Magenunpässlichkeiten einzelner Teilnehmer wieder fit und freut sich auf das Meer. Nahe Tiznit erreichen wir bei Aglou Plage den Atlantik und stürzen uns in die Fluten. Nach einigen trüben Tagen haben wir endlich auch wieder die Sonne auf unserer Seite. Die nächste Station ist Sidi Ifni, das lange Zeit unter spanischer Verwaltung stand.

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