USA

Gesammelte Reiseberichte aus den USA

Heiß, heißer, richtig heiß

Die Landschaft nahe Sidney ist für den Durchschnittseuropäer mäßig aufregend. Man muss schon ein großer Fan weiter Landschaften sein um sich hier wohlzufühlen. Um so spannender sind aber die Tage bei Hugos Verwandtschaft. Neben vielen anderen Details beeindruckt mich vor allem ein Umstand. In den Feldern der Umgebung sind viele Minuteman III Raketen stationiert. Wie selbstverständlich sind diese Abschussrampen für Interkontinentalraketen (mit Atomsprengköpfen) in den Maisfeldern stationiert und nur durch einen dürren Drahtzaun (und diverse Kameras)gesichert.

Ab in die Berge

Die Motorenprobleme scheinen vergessen. Dank der Ferndiagnose von VW-Mastermind Albert Marco Schöttle sind die Schwierigkeiten vermutlich Geschichte. Die niedrigere Cetan-Zahl des amerikanischen Diesels gleiche ich mit Additiven aus. Der Rote Flitzer zündet wieder wunderbar und läuft auch sonst superrund. So rund, dass ich die lange Strecke Kansas City - Denver fast auf einen Schlag durchziehe. Erst kurz vor Denver beziehe ich in dem einsamen Prärienest Seibert Nachtlager.

Mensch und Maschine am Ende?!

Bevor ich mit Kai ein bekanntes Gesicht wiedersehe, spricht mich am Hotelaufzug ein Kanadier auf mein Esslinger Kennzeichen an. Tatsächlich hat er selbst jahrelang in Esslingen nahe der Burg gelebt und spricht ein ganz akzeptables Deutsch. Die sich schließende Aufzugstür verhindert einen weiteren Austausch, es bleibt aber eine weitere von vielen netten Begegnungen auf der Reise in Erinnerung. Nicht viel später ist dann aber das richtig bekannte Gesicht am Start. Kai betritt wohlgelaunt den Empfangsbereich des Internationalen Flughafen Torontos.

Wasser, Wasser und noch mehr Wasser

Unser Campingteam groovt sich ein. Am Campingplatz einchecken, Dachzelt aufschlagen, locker abhängen, wir sind voll angekommen. Tatsächlich machen es einem die USA aber auch sehr leicht zu reisen und zu campen. Ein dichtes Straßennetz, überall Tankstellen und (daueroffene) Einkaufsmöglichkeiten. Mit manchem fremdeln wir noch (u.a. Backwaren und einlagiges Klopapier), aber die positiven Erfahrungen überwiegen. Es ist in der Tat schön überall mit einem Lächeln und nettem Smalltalk begrüßt zu werden.

Interstate wir kommen

Mir wird heiß und kalt und zugleich, was bei Außentemperaturen von knapp 40°C gar nicht so einfach ist. Nachdem schon die resolute Schrankenwärterin am Eingang zum Hafen befunden hat, Herr Langohr ist nicht im System, ergo der Mann kommt hier nicht rein und auch der zweite Kontrollposten erklärt hat, es fehlt ein Eintrag, nämlich der vom Zoll. Befindet jetzt auch tatsächlich der Zoll selbst, sie hätten keine Unterlagen zu meinem Fahrzeug. Das Schrankenproblem ließ sich noch leicht lösen.