Der Ritterschlag

Wir verlassen Henderson via Las Vegas und knacken bei Mountain Spring zum ersten mal die 1500m Höhengrenze, der Schnee ist nicht mehr ganz so weit entfernt. Unangenehm wird aber vor allem die Weiterfahrt bei Windstärke 5, wir quälen uns bis Pahrump und nehmen das erstbeste Motel, ich weigere mich weiterzufahren. Doch diese Anstrengung wird kurz darauf noch mächtig getoppt. Wir erreichen das Death Valley (Tal des Todes), dort wartet der fahrradliche Ritterschlag.

Viele haben uns wegen der extremen Hitze gewarnt das Tal zu durchradeln. Auch wir haben Mitte April schon Temperaturen deutlich über 30°C, doch das eigentliche Problem ist die Tallage. Unser Zeltplatz liegt bei 60m unter Meeresspiegel (unweit dem tiefsten Punkt der USA – 84m unter NN) und der Pass in Richtung Westen erreicht über 1500m, die Fahrt dorthin ist garniert mit heftigem Gegenwind. Ich bin mehrfach kurz davor endgültig vom Rad zu steigen. Juwi wartet sich auf der Passhöhe einen Wolf bis ich endlich als Häufchen Elend mit ausgelaugten Schenkeln und waidwundem Hintern den Hang hochkrieche. Die kommende Abfahrt muß dafür büssen. Trotz wilden Windböen erreichen wir Höchstgeschwindigkeiten von 91km/h. Am Zeltplatz im folgenden Tal warten dann auch noch drei fröhliche Rheinländer, die uns freundlicherweise mit kühlem Gerstensaft versorgen.

Einmal Lake Mead und zurück

Bis Philadelphia läuft bei der Anreise alles glatt, dann wird Juwi von der Einwanderungsbehörde aussortiert. Jemand der acht Monate unterwegs sein will ist dem Grenzbeamten höchst suspekt. Seine Kollegen sind großzügiger, doch wir haben viel Zeit verloren und bekommen nur mit Mühe den Anschlußflug nach Las Vegas. Allerdings fehlen die Fahrräder bei der Ankunft. Etwas später löst sich alles in Wohlgefallen auf und am nächsten Tag sind wir die grossen Exoten auf dem Las Vegas Strip. Hier finden sich Autos und Motorräder in den extremsten Formen und Grössen, aber keine Radfahrer auf achtspurigen Stadtautobahnen.

Es geht los

Am Mittwoch den 09.04. hebt der Flieger Richtung USA von deutschem Boden ab. Die Alaska-Tour startet. Wie gewohnt werden wir wieder von unterwegs berichten, was mit eingeschränkter Technik (das Fahrrad erlaubt nicht soviel Gepäck) und in den einsamen Regionen Kanadas oder Alaskas nicht immer einfach werden wird. Doch regelmäßiges reinschauen ins Tagebuch lohnt bestimmt.

Danken wollen wir an dieser Stelle unseren zahlreichen Unterstützern und Freunden, im besonderen den großzügigen Sponsoren und Partnern trangoworld/Artiach, **<a onclick="window.open(this.href,'_blank');

Der Countdown für die Alaska-Tour läuft

Noch eine starke Woche, dann startet die Vorhut mit dem Flieger in die USA. Juwi und Rolf werden, mit zeitweiliger Unterstützung durch andere Weltreisende, die Strecke Las Vegas - Anchorage unter die Fahrrad-Reifen nehmen. Im ersten Monat bewegen wir uns von Las Vegas nach San Francisco. Damit es nicht zu einfach wird, werden ein paar Umwege über die Nationalparks Grand Canyon, Death Valley und Yosemite mit ins Programm aufgenommen. Start der Reise ist der 09.04. Im Tagebuch wird natürlich wieder regelmäßig berichtet.

Diashow-Termin

Ein letztes mal vor der Alaska-Tour laden die Weltreisenden zum Diavortrag. Am Donnerstag den 03.04.2008 um 20:00Uhr präsentieren wir in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Mühlacker einen Reisebericht über Südskandinavien. Ort der Veranstaltung ist die Erlentalhalle in Ötisheim. Referent ist Rolf Langohr, die Präsentation erfolgt mit Laptop und Beamer. Von seiten der VHS wird eine Eintrittsgebühr erhoben.

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