Norwegen

Norwegen, dies ist meine fünfzehnte Reise in dieses wunderschöne Land. Anfangs mit meinen Eltern, später allein, nur mit einem Rucksack auf dem Rücken durch die endlosen Berglandschaften oder als Tramper am Straßenrand. Dann meine Paradedisziplin mit dem Rad bis zu den Lofoten, und später dann mit Freundin oder einem Freund mit Geländewagen und Dachzelt. Für dieses Mal sollte es wieder etwas Neues sein, wie auch meine Lebensumstände - mit Familie! Ein normales Wohnmobil kam für mich nicht in Frage und wie durch Zufall stand mein umgebauter Allrad-LKW fertig da und wartete auf seinen ersten richtigen Einsatz! Viele Stunden und Ideen hatte ich die letzten zwei Jahre aufgewendet für diese Reisemobil und jetzt sollte es mit meiner Freundin und den Kinder losgehen. Alles vollgeladen, mit samt Kanu auf dem Dach, machten wir es uns im Windschatten der LKWs gemütlich und fuhren bis an die Spitze Dänemarks um von Hirtshals nach Kristiansand bei etwas Sturm überzusetzen. Die ersten Highlights waren dann die Wanderung zu dem, über dem Lysefjord gelegenen Kjerag und Preikestolen, die uns bei bestem Wetter den Atem raubten und uns geradezu einluden die Füße baumeln und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Nicht ganz so entspannt lief oft die Anfahrt zu den Sehenswürdigkeiten. Enge, unübersichtliche Bergstraßen, gepaart mit Gegenverkehr, gefiel meinen gut gelaunten Beifahrern nicht immer, geschweige denn den Personen im entgegenkommenden Auto oder Wohnmobil! Nachdem wir auch schon am zweiten Tag eine Blindschleiche, eine Kreuzotter UND einen Elch gesehen hatten, machten wir uns weiter auf gen Norden und mir wurde bewusst, dass es doch etwas schwierig werden könnte, mit immer weiteren Höhepunkten aufzutrumpfen. Aber schon allein unsere abgelegenen Übernachtungsplätze oder gar das Fahren am Fjord entlang, durch kleine Dörfer mit wunderschönen, norwegischen Häusern und das ständige "Klettern" in die Fjelllandschaften, brachte genug erstaunte und bewundernde Gesichter bei mir in der Fahrerkabine. Schnell vergessen war aber all dies für einen Augenblick als an Ricardos Angel eine Makrele zappelte und er sie voller Stolz an Land zog - Petri Heil!